Affe aus Gehege ausgebüxt

© Joey Arand

Dienstag, den 30.12.2014

 

Ein Affe löst derzeit Aufregung in der Gegend um Geiselwind aus.

 

Aus dem dortigen Freizeitland, wo einige Berberaffen als Attraktion gehalten werden, sind vor etwa fünf Wochen zwei Berberaffen aus dem Gehege ausgebüxt. Während der eine freiwillig in sein Gehege zurück kehrte, streift der andere seitdem durch die Wälder um Geiselwind.


Dort wurde er zwar immer wieder von Menschen gesehen. Die bisherigen Versuche, den kleinen, etwa 20 Kilogramm schweren Affen einzufangen, schlugen jedoch fehl. Tierpfleger Martin Wirsching und die Zuständigen aus dem Freizeitland wissen zwar in etwa, wo sich das Tier aufhält, denn es sind immer wieder Spuren zu sehen. Fangversuche scheiterten bislang.

 

Die Pfleger hängen zweimal am Tag Futter in einen Käfig. Zieht das Tier an den Bananen, dann geht die Klappe am Käfig zu. Der Affe scheint das Ganze jedoch durchschaut zu haben. „Er ist total vorsichtig und gewieft. Er geht bis zum Käfig, langt hinein, aber an den Auslöser greift er nicht“, sagt Tierpfleger Wirsching.

 

Die momentanen Minustemperaturen und der Schnee seien, so Wirsching, kein Problem für das Tier. Die Affen überwintern im Park auch zum Teil im Freien, zudem sind in dem Waldstück einige Heu- und Strohlager, in die er sich wohl zurückziehe, was auch die Spuren zeigen, die sich um die Heuschober befinden.

 

Jetzt sei geplant, den Affen zu betäuben, teilt der Tierpfleger mit. Den ungefähren Aufenthaltsort wolle er nicht bekannt geben, um nicht zu viele Neugierige anzulocken. Sonst könnte sich der kleine Affe vielleicht noch weiter in den Wald zurückziehen, vermutet er. Wirsching bittet zudem darum, dass kein zusätzliches Futter für das Tier in der Natur ausgelegt wird.


Update: "Der Ausreißer-Affe ging in die Falle"

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Text: Andreas Stöckinger - inFranken.de

Bild: Joey Arand